Kaffeebohnen Beim Rösten

Der heutige Tag stand ganz unter dem Motto „Kaffee“. Pada “Encik. Koffiehatten wir einen Kaffee-Workshop gebucht und machten uns deshalb auf den Weg nach Paksong. Leider hat unser kleines Tuk Tuk zur Busstation in Pakse während der Fahrt den Geist aufgegeben (wir waren wahrscheinlich zu schwer mit unseren großen Rucksäcken). So organisierte unser Fahrer schnell ein neues Fahrzeug und wir erwischten den Songtheao nach Paksong gerade noch in letzter Sekunde.

Paksong befindet sich im Bolaven-Plateau und ist dieKaffeehauptstadtvon Laos. Gelegen auf 1300 m Höhe gibt es hier ein angenehmes Klima und vor allem nachts kühlt es schön ab. Die rote Erde ist sehr fruchtbar und überall wird Kaffee angebaut.

Der Kaffeeworkshop fand direkt gegenüber vomTat FaneWasserfall statt. Er ist einer der spektakulärsten Wasserfälle in Laos. Zwei Ströme stürzen aus dem dichten Dschungel über 120m tief in eine Schlucht.
Encik. Koffie, ein Holländer der mit einer Laotin verheiratet ist, hat sich schon wunderbar an die „Lao-Zeit“ angepasst und so startete der Workshop mit einer Verspätung von gut einer Stunde. Nach den ersten 3 Espresso konnten wir dann ans Werk gehen und selbst Kaffeebohnen in einem Wok rösten. Das ist schon eine kleine Wissenschaft für sich. Es roch auf jeden Fall sehr lecker. Nachdem wir dann perfekte Kaffeeröster waren, haben wir am Nachmittag in einer Kaffeeplantage vieles über die Bohnen und deren Anbau erfahren.

Den letzten Bus zu unserer Unterkunft in Paksong hatten wir dann wahrscheinlich verpasst. Wir warteten 45min am Strassenrand bis es langsam dunkel wurde, aber kein Bus fuhr in Richtung Paksong vorbei. Encik. Koffie hielt auf seinem Nachhauseweg kurz bei uns an und meinte wir sollen einfach vorbeifahrende Autos anhalten. Glücklicherweise haben wir dann einen kleinen Lieferwagen gefunden, der uns auf seiner Ladefläche mitgenommen hat und direkt vor unserer Unterkunft demSavanna Guesthouseabgesetzt hat.

Für den nächsten Tag wollten wir uns ein Moped ausleihen und die Umgebung erkunden. Wir liefen die Hauptstrasse des kleinen Ortes entlang. Links und rechts waren Kaffeebohnen am Strassenrand ausgebreitet und es lag ein angenehmer Kaffeeduft in der Luft. Zuerst wollten wir in das einzige Internetcafé des Ortes. Hier sollte es auch Mopeds und Informationen über die Umgebung geben. Nach langer Suche (es gab kein Schild und wir sind einmal durch den ganzen Ort gelaufen) haben wir es endlich gefunden, aber es gab außer Kaffee nichts anderes. Ein Moped konnten wir auch nirgendwo anders ausleihen und da man in dem Ort wirklich nichts weiter machen konnte, entschieden wir kurzerhand Paksong zu verlassen und gleich in Richtung Si Phan Dondie 4000 Inselnaufzubrechen.
Wir packten unsere Rucksäcke und gingen zur Songtheao-Haltestelle am staubigen Marktplatz. Hier mussten wir aber noch eine Stunde bis zur Abfahrt nach Pakse warten. Angekommen in Pakse stand schon ein Songtheao nach Ban Nakasang bereit, von wo aus wir dann mit dem Boot zur Insel Don Khon wollten. Während der Fahrt machten wir öfters Stopp und es kamen etliche Verkäufer, die uns Mangos, Fleischspieße und andere Sachen vor die Nase hielten um sie an uns zu verkaufen